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Geborgenheit in der Beziehung

Warum uns Geborgenheit so wichtig ist

Geborgenheit in der Beziehung

Geborgenheit – das bedeutet nicht einfach nur Gemütlichkeit. Ein warmes Zimmer, ein sicherer Ort, ein anderer Mensch zum Anschmiegen – diese Dinge werden zwar mit Geborgenheit assoziiert und sind Teil ihrer Definition, doch die eigentliche Bedeutung dieses Begriffes geht sehr viel tiefer.

Der Psychologe Hans Mogel definiert Geborgenheit als zentrales Lebensgefühl. Schon in der Kindheit ist dieses Empfinden ausschlaggebend für eine stabile Entwicklung der Persönlichkeit. Das Bedürfnis nach Geborgenheit begleitet uns durch sämtliche Lebensphasen und darf auch in einer Beziehung nicht fehlen.

Warum ist Geborgenheit so wichtig?

Der Begriff Geborgenheit umfasst vor allem das Gefühl der Sicherheit, Vertrauen, Zufriedenheit, Akzeptanz; generelles Wohlgefühl und damit verbunden die Gewissheit, von anderen geliebt zu werden. Geborgenheit ist ein Empfinden, das sich jeder wünscht und ohne sie ist ein Wohlbefinden nicht möglich. Sich an einem Ort, mit einem anderen Menschen wirklich wohl zu fühlen ist für die psychische Verfassung des Menschen auf Dauer unerlässlich.

Ist dieses Gefühl der Geborgenheit nicht gegeben, steht der Mensch zumindest unterschwellig ständig unter Stress, da er sich niemals richtig sicher fühlt. Dies wirkt sich langfristig auch auf die Gesundheit aus. Stressbedingte Krankheiten und psychische Probleme sind das auf Dauer unvermeidbar.

Sich in der Beziehung geborgen fühlen

Das Zusammensein mit dem Partner stellt einen wichtigen Teil unseres Lebens dar. Idealerweise ist der Partner ein Mensch, den wir lieben und dessen Gegenwart wir genießen. Die Beziehung sollte dabei Ruhe in unseren Alltagsstress bringen – in dem Sinne, dass sie uns inmitten der Anforderungen und Anpassung des täglichen Lebens einen Menschen gibt, bei dem wir wir selbst sein könne, uns akzeptiert und geliebt fühlen so wie wir sind.

Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, erfüllt also die Beziehung unser Bedürfnis nach Geborgenheit nicht, dann ist sie ein weiterer Stressfaktor. Wenn wir uns nicht akzeptiert fühlen versuchen wir permanent, unser Verhalten so anzupassen, dass es für den Partner akzeptabel ist und setzen uns somit ständig selbst unter Druck.

Geborgenheit in der Beziehung, das bedeutet auch, dem Partner zu vertrauen. Die Voraussetzungen müssen beiderseits gegeben sein. Nicht nur wünschen wir uns Sicherheit, Akzeptanz, Vertrauen und Liebe vom anderen, wie müssen sie auch selbst geben und brauchen einen Partner, bei dem dies möglich ist. Aus diesem Grund ist es für beide Seiten wichtig, einen Partner zu wählen, den wir so akzeptieren können, wie er ist. Wer einen Kompromiss eingeht und die Beziehung mit dem Vorsatz startet, den anderen noch so zu „erziehen“ wie er sein sollte, der tut damit niemandem einen Gefallen, denn einer der beiden steht ständig unter Druck und der andere ist ständig unzufrieden. Geborgenheit kann so nicht entstehen, und die Beziehung ist auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt.

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